So ordnest du deine Wettgewinne steuerlich richtig ein
Die steuerliche Behandlung hängt unter anderem davon ab, ob die Wette als Geldspiel gilt und über welchen Anbieter sie abgeschlossen wurde.

Wann Sportwetten als Geldspiele gelten
Ob ein Gewinn aus einer Sportwette steuerfrei ist, hängt zunächst davon ab, wie die Wette eingeordnet wird. Sportwetten zählen zu den Geldspielen, wenn ein möglicher Gewinn davon abhängt, dass du den Verlauf oder das Ergebnis eines Sportereignisses richtig vorhersagst. Du setzt also auf eine Prognose und erhältst einen Gewinn, falls die vorhergesagte Entwicklung eintritt. Die Sportart allein ist nicht ausschlaggebend; massgeblich ist die Verbindung zwischen deiner Vorhersage und dem möglichen Spielergebnis.
Diese Einordnung bildet den steuerlichen Ausgangspunkt. Eine Sportwette ist nicht deshalb ein Geldspiel, weil sie online abgeschlossen wird oder weil ein bestimmter Betrag auf dem Spiel steht. Entscheidend ist, dass der Gewinn an eine richtige Einschätzung des Sportereignisses geknüpft ist. Das kann eine Prognose zum Ausgang sein oder eine Vorhersage dazu, wie sich das Ereignis entwickelt. In beiden Fällen geht es um einen Spielgewinn, dessen Eintritt von der Richtigkeit der Vorhersage abhängt.
Für Grossspiele gilt eine Steuerbefreiung bis zu einer Million Franken. Sportwetten können zu dieser Kategorie gehören. Ein Gewinn innerhalb dieser Grenze ist damit grundsätzlich steuerfrei. Die Regel beantwortet jedoch nicht automatisch jede Frage zu einer konkreten Wette: Dafür muss der Gewinn als Gewinn aus einem Grossspiel eingeordnet werden. Die Bezeichnung „Sportwette“ allein sagt noch nicht, welche steuerliche Behandlung für jeden Anbieter und jede Teilnahme gilt.
Die Vorhersage ist das entscheidende Merkmal
Bei einer Sportwette steht eine Prognose im Mittelpunkt. Du erwartest einen bestimmten Verlauf oder Ausgang eines sportlichen Ereignisses und verbindest diese Erwartung mit einem Einsatz. Wird die Vorhersage bestätigt, kann daraus ein Gewinn entstehen. Wird sie nicht bestätigt, bleibt der erwartete Gewinn aus. Diese Abhängigkeit vom tatsächlichen Sportereignis grenzt die Sportwette als Geldspiel ein.
Für die steuerliche Betrachtung ist deshalb nicht nötig, dass du selbst am Sportereignis beteiligt bist. Auch eine Wette, die sich auf das Ergebnis eines Spiels oder den Verlauf eines Wettkampfs bezieht, knüpft an eine Vorhersage an. Ob du die Prognose vor Beginn des Ereignisses abgibst oder auf einen späteren Verlauf setzt, ändert an diesem grundlegenden Merkmal nichts: Der mögliche Gewinn hängt davon ab, ob deine Einschätzung zutrifft.
Die Steuerbefreiung bezieht sich auf die Einordnung des Gewinns, nicht auf eine Garantie, dass jede Auszahlung aus einer als Sportwette bezeichneten Teilnahme gleich behandelt wird. Erst die Kategorie des Geldspiels liefert den Rahmen. Für Grossspiele wie Sportwetten liegt die Grenze der Steuerfreiheit bei einer Million Franken. Damit ist die Grundregel umrissen, ohne dass allein daraus bereits folgt, wie einzelne Anbieter, besondere Gewinnarten oder die Steuererklärung zu beurteilen sind.
Was die Grundregel aussagt
Die Frage, ob Sportwetten steuerfrei sind, lässt sich daher nicht allein mit einem pauschalen Ja oder Nein beantworten. Für Gewinne aus Grossspielen gilt die Steuerbefreiung bis zur genannten Grenze; Sportwetten sind in diesem Zusammenhang als mögliche Grossspiele relevant. Das bedeutet nicht, dass jede Zahlung, die im Zusammenhang mit einer Wette eingeht, unabhängig von ihrer Herkunft oder Einordnung automatisch steuerfrei ist. Zunächst muss es sich um einen Gewinn aus einem entsprechend eingestuften Geldspiel handeln.
Auch die Höhe eines Gewinns ist nicht das einzige Merkmal, das du gedanklich von der Spielart trennen solltest. Die Obergrenze gehört zur steuerlichen Behandlung von Grossspielgewinnen. Die Frage, ob eine Teilnahme überhaupt als Grossspiel gilt, betrifft dagegen die Art des Spiels. Diese beiden Punkte hängen zusammen, sind aber nicht identisch: Die Einordnung als Sportwette beschreibt, worauf der Gewinn beruht; die Grenze von einer Million Franken beschreibt den Umfang der Steuerbefreiung für Gewinne aus Grossspielen.
Für die erste Orientierung kannst du dir deshalb zwei Schritte merken. Zuerst ist zu klären, ob der mögliche Gewinn auf einer richtigen Vorhersage zum Verlauf oder Ausgang eines Sportereignisses beruht. Ist das der Fall, liegt eine Sportwette als Geldspiel vor. Danach ist relevant, ob der Gewinn unter die Regel für Grossspiele fällt. Bei Grossspielgewinnen bleibt ein Betrag bis zu einer Million Franken steuerfrei. So lässt sich die Grundfrage sachlich einordnen, ohne die steuerliche Behandlung anderer Gewinnarten vorwegzunehmen.
Sportwettenanbieter für steuerfreie Gewinne vergleichen
Für das Thema steuerfreie Sportwettengewinne zählen vor allem die Merkmale, die den Anbieter und die Nutzung seiner Wettangebote greifbar machen: vorhandene Wett- und Zusatzfunktionen, Zahlungswege, Mindesteinzahlung sowie mögliche Boni und deren Bedingungen. Auch die angegebene Auszahlungsdauer und verfügbare Werkzeuge für verantwortungsvolles Spielen helfen bei der Einordnung. Die Anbieter unterscheiden sich darin, welche dieser praktischen Angaben vorliegen; die steuerliche Behandlung selbst ist kein Vergleichsmerkmal dieser Übersicht.
| Anbieter | Bonus | Auszahlungsgeschwindigkeit | Mindesteinzahlung | Zahlungsmethoden | Merkmale |
|---|---|---|---|---|---|
| Jouez Sport | 50 CHF Spielguthaben nach der ersten JOUEZSPORT-Wette ab 20 CHF | bis zu 3 Werktage (Antrag Mo–Do), bis zu 6 Werktage (Antrag Fr–So) | — | TWINT, Visa | Cash-out, iOS-App |
| Sporttip | — | — | 10 CHF | TWINT, PostFinance, Kreditkarte | Livewetten, Live-Statistiken, iOS-App, Android-App |
| Allyspin | 100 % bis 220 CHF (Sport-Ersteinzahlungsbonus) | bis zu 3 Werktage | 10 CHF | PlayID, Kreditkarte | — |
| Stake | — | — | — | Bitcoin, Ethereum, Litecoin, USDT, Tron … | Casino, Poker, Krypto-Zahlungen |
| Sgcasino | 100 % bis 220 CHF (Sport-Ersteinzahlungsbonus) | bis zu 3 Werktage | 10 CHF | PlayID, Kreditkarte | — |
| Esportsbet | 150 % Ersteinzahlungsbonus | — | — | — | E-Sport, Krypto-Zahlungen |
| PlayZilla | Sport: 100 % bis zu 100 € auf die erste Einzahlung | — | 10 CHF | Visa, Mastercard | Livewetten, Virtuelle Sportarten, Pferdewetten, Casino |
| Casinova | — | — | 10 CHF | Karte, Paysafecard, USDT | Casino, Live-Casino |
| Gransino | 100 % bis 220 CHF (Sport-Ersteinzahlungsbonus) | bis zu 3 Werktage | 10 CHF | Bitcoin, Ethereum | — |
| Cazeus | Sport: 100 % bis zu 220 CHF auf die erste Einzahlung | — | 10 CHF | Visa, Mastercard, Paysafecard | Casino, Live-Casino |
Jouez Sport
Jouez Sport verbindet sein Wettangebot mit Cash-out und einer iOS-App. Betrieben wird die Plattform von der Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande); sie ist in der Schweiz durch die Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa) lizenziert. Als Bonus gibt es 50 CHF Spielguthaben nach der ersten JOUEZSPORT-Wette ab 20 CHF. Einzahlungen sind per TWINT und Visa möglich. Auszahlungen dauern bei einem Antrag von Montag bis Donnerstag bis zu drei Werktage, bei einem Antrag von Freitag bis Sonntag bis zu sechs Werktage. Zu den Spielerschutzfunktionen gehören Verlustlimiten, eine vorübergehende Auszeit von einem Tag bis zu sechs Monaten und eine unbefristete freiwillige Spielsperre, die auch für Casinos in der Schweiz und Liechtenstein gilt.
Sporttip
Sporttip bietet Livewetten und Live-Statistiken sowie Apps für iOS und Android. Die Plattform wird von Swisslos Interkantonale Landeslotterie betrieben und ist in der Schweiz durch die Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa) lizenziert. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Als Zahlungsmethoden stehen TWINT, PostFinance und Kreditkarte zur Verfügung. Damit sind bei Sporttip sowohl Funktionen für das Mitverfolgen von Liveereignissen als auch mehrere Zahlungswege angegeben. Für den Vergleich im Zusammenhang mit Sportwettengewinnen liefern diese Produkt- und Zahlungsmerkmale konkrete Anhaltspunkte zur Nutzung des Wettangebots.
Allyspin
Allyspin hebt sich mit einem Sport-Ersteinzahlungsbonus von 100 % bis zu 220 CHF hervor. Der Bonus gilt nur für Neukunden und setzt eine erste Einzahlung ab 22 CHF voraus. Skrill und Neteller sind ausgeschlossen. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF, als Zahlungsmittel sind PlayID und Kreditkarte verfügbar. Für Auszahlungen sind bis zu drei Werktage angegeben. Die Bonusbedingungen machen den erforderlichen Umsatz und die Mindestquoten zu wichtigen Vergleichspunkten.
Stake
Stake kombiniert Sportwetten mit Casino und Poker und nennt Krypto-Zahlungen als Merkmal. Zu den aufgeführten Zahlungsmitteln gehören Bitcoin, Ethereum, Litecoin, USDT und Tron. Für verantwortungsvolles Spielen stehen Einzahlungslimits und Glücksspiellimits bereit; ausserdem gibt es Spielpause, Produkt- und Poker-Ausschluss, Selbstausschluss sowie Kontoschliessung. Damit umfasst das Angebot neben den Zahlungswegen auch mehrere Spielerschutzfunktionen und zusätzliche Produktbereiche. Für den Vergleich rund um Sportwettengewinne sind diese Merkmale relevant, wenn neben dem Wettangebot auch Zahlungsoptionen und verfügbare Kontrollwerkzeuge betrachtet werden.
Sgcasino
Sgcasino bietet einen Sport-Ersteinzahlungsbonus von 100 % bis zu 220 CHF. Er ist Neukunden vorbehalten und verlangt eine erste Einzahlung ab 22 CHF. In der Schweiz sind Einzahlung und Bonus fünfmal umzusetzen; dabei gelten Einzelwetten ab Quote 2.0 oder Kombiwetten ab 1.5 pro Auswahl. Skrill und Neteller sind ausgeschlossen. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF, bezahlt werden kann mit PlayID oder Kreditkarte. Für Auszahlungen sind bis zu drei Werktage angegeben. So lassen sich Bonusumfang, Umsatzanforderungen, Zahlungswege und Auszahlungsdauer gemeinsam einordnen.
Esportsbet
Esportsbet verbindet einen Ersteinzahlungsbonus von 150 % mit einem Angebot, das E-Sport und Krypto-Zahlungen umfasst. Diese Kombination setzt den Schwerpunkt auf E-Sport als Produktbereich und nennt zugleich Krypto als Zahlungsmerkmal. Für den Vergleich mit Blick auf Sportwettengewinne sind damit vor allem der Bonus und die Ausrichtung des Angebots greifbar. Die genannten Angaben bieten Anhaltspunkte für den Produktvergleich, ohne darüber hinausgehende Details zu Bonusbedingungen oder Zahlungsarten vorwegzunehmen.
PlayZilla
PlayZilla verbindet Livewetten mit virtuellen Sportarten und Pferdewetten; zusätzlich gehört ein Casino zum Angebot. Der Sportbonus beträgt 100 % bis zu 100 € auf die erste Einzahlung. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF, Zahlungen sind mit Visa und Mastercard möglich. Für den Vergleich zählen hier neben dem Bonusbetrag die verschiedenen Wettbereiche und Kartenzahlungen. PlayZilla vereint damit Live- und virtuelle Sportangebote sowie Pferdewetten in einem Produktangebot, ergänzt um Casino-Funktionen.
Casinova
Casinova nennt Casino und Live-Casino als Merkmale seines Angebots. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF. Als Zahlungsmittel sind Karte, Paysafecard und USDT angegeben. Für den Vergleich rund um Sportwettengewinne stehen damit vor allem die Einzahlungshöhe und die unterschiedlichen Zahlungsoptionen im Vordergrund. Das Produktangebot umfasst ausserdem Casino-Bereiche einschliesslich Live-Casino. Diese Angaben bilden die verfügbaren Vergleichspunkte zu Zahlungswegen und zusätzlichen Produktfunktionen.
Gransino
Gransino bietet einen Sport-Ersteinzahlungsbonus von 100 % bis zu 220 CHF und nennt Bitcoin sowie Ethereum als Zahlungsmittel. Der Bonus ist nur für Neukunden vorgesehen; die erste Einzahlung muss mindestens 22 CHF betragen. In der Schweiz sind Einzahlung und Bonus fünfmal umzusetzen, mit Einzelwetten ab Quote 2.0 oder Kombiwetten ab 1.5 pro Auswahl. Skrill und Neteller sind ausgeschlossen. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 CHF, für Auszahlungen sind bis zu drei Werktage angegeben. Damit lassen sich Bonusanforderungen und Krypto-Zahlungen zusammen mit der Auszahlungsdauer vergleichen.
Cazeus
Cazeus bietet einen Sportbonus von 100 % bis zu 220 CHF auf die erste Einzahlung. Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 CHF; als Zahlungswege sind Visa, Mastercard und Paysafecard aufgeführt. Zum Angebot gehören ausserdem Casino und Live-Casino. Für den Vergleich stehen somit Bonusbetrag, Einzahlungsschwelle und eine Auswahl aus Kartenzahlung und Paysafecard im Mittelpunkt. Die zusätzlichen Casino-Bereiche ergänzen die genannten Produktmerkmale neben dem Sportbonus.
Wichtige Unterschiede im Überblick
Die Angaben unterscheiden sich vor allem bei Bonusumfang und Umsatzbedingungen, Zahlungswegen, Mindesteinzahlung und verfügbaren Zusatzfunktionen. Auch die Auszahlungsdauer und Spielerschutzwerkzeuge sind nur für einzelne Angebote konkret beschrieben. Für den Vergleich im Kontext steuerfreier Sportwettengewinne liefern diese Merkmale einen Überblick über die Anbieter; die steuerliche Einordnung der Gewinne selbst ergibt sich daraus nicht.
Welche Gewinnarten unter die Steuerbefreiung fallen
Für die steuerliche Einordnung kommt es zunächst darauf an, um welche Art von Geldspiel es geht. Bei Grossspielen gilt für den einzelnen Gewinn eine Steuerbefreiung bis zu einer Million Schweizer Franken. Sportwetten können unter diese Regel fallen, sofern der Gewinn einem Grossspiel zugeordnet wird. Die Grenze bezieht sich auf den jeweiligen Gewinn und nicht auf die Summe aller Erträge, die du während einer Steuerperiode erzielst.
Das ist wichtig, wenn du mehr als einmal gewinnst. Mehrere einzelne Gewinne werden innerhalb derselben Steuerperiode nicht addiert, um daraus einen gemeinsamen Gesamtgewinn zu bilden. Stattdessen wird jeder Gewinn für sich betrachtet. Ein früherer Gewinn verändert daher nicht nachträglich die steuerliche Einordnung eines späteren einzelnen Gewinns. Umgekehrt wird ein einzelner Gewinn nicht dadurch grösser, dass du in derselben Periode weitere Gewinne erzielt hast.
Wer wissen möchte, ob Wettgewinne steuerfrei sind, sollte deshalb nicht nur auf den Kontostand oder die Summe aller Auszahlungen schauen. Entscheidend ist, welcher einzelne Gewinn vorliegt und ob er als Gewinn aus einem Grossspiel einzuordnen ist. Bei einem solchen Gewinn greift die Befreiung bis zur genannten Grenze. Die Betrachtung der einzelnen Gewinne verhindert, dass unabhängige Ergebnisse aus unterschiedlichen Spielvorgängen allein wegen ihres zeitlichen Zusammentreffens zusammengezählt werden.
Für die Einordnung ist also zwischen einem einzelnen Spielergebnis und einer Gesamtsumme über die Steuerperiode zu unterscheiden. Eine Auszahlung kann mehrere Spielvorgänge oder Buchungen widerspiegeln; daraus folgt nicht automatisch, dass diese als ein einziger Gewinn gelten. Ebenso begründet eine persönliche Gesamtrechnung aller Erträge keinen gemeinsamen Gewinn, wenn die zugrunde liegenden Ergebnisse einzeln erzielt wurden. Massgeblich bleibt die Frage, welcher Gewinn jeweils vorliegt und welcher Spielart er zuzurechnen ist.
Die Grenze von einer Million Schweizer Franken ist dabei eine Schwelle für die Steuerfreiheit eines einzelnen Grossspielgewinns. Sie ist keine allgemeine Jahresgrenze für sämtliche Gewinne einer Person. Erzielst du mehrere Gewinne in derselben Steuerperiode, werden sie für diese Betrachtung nicht zu einem Betrag zusammengerechnet. Die steuerliche Behandlung richtet sich weiterhin nach jedem einzelnen Ergebnis. So kann die Anzahl der Gewinne allein nicht als Ersatz für die Prüfung ihrer jeweiligen Höhe und Einordnung dienen.
Auch eine häufige Teilnahme macht mehrere Einzelergebnisse nicht automatisch zu einem einzigen Gewinn. Entscheidend ist nicht, wie oft du gespielt hast oder wie hoch deine Erträge über die Periode hinweg insgesamt ausfallen, sondern die einzelne Gewinnposition im Rahmen der Grossspielregel. Das schützt vor einer falschen Schlussfolgerung aus einer blossen Jahressumme: Sie sagt für sich genommen nicht, ob ein einzelner Gewinn innerhalb der Steuerbefreiung liegt.
Die Einordnung als Grossspiel ist dabei die Voraussetzung für diese konkrete Befreiung. Die Regel lässt sich daher nicht pauschal auf jede Art von Wette oder jedes Spiel übertragen. Zuerst muss feststehen, dass es sich um einen Gewinn aus einem Grossspiel handelt; erst danach ist für diesen Gewinn die Schwelle von einer Million Schweizer Franken relevant. Die Höhe anderer, separat erzielter Gewinne ändert an dieser Einzelbetrachtung nichts.
Richtig
- Jeden einzelnen Gewinn separat erfassen.
- Die Höhe des jeweiligen Einzelgewinns prüfen.
- Gewinne unabhängig voneinander betrachten.
Falsch
- Alle Gewinne einer Steuerperiode zusammenrechnen.
- Die Jahressumme als Basis für die Steuerfreiheit nutzen.
- Einzelgewinne durch die Anzahl der Teilnahmen ersetzen.
Wenn du deine Ergebnisse nachvollziehst, hilft es, einzelne Gewinne getrennt zu erfassen, statt nur einen Gesamtbetrag für die Steuerperiode festzuhalten. So bleibt erkennbar, welche Beträge zu welchem einzelnen Spielergebnis gehören. Für die Frage nach der Steuerbefreiung zählt die Einzelbetrachtung: Gewinne aus Grossspielen sind bis zu einer Million Schweizer Franken steuerfrei, und mehrere Gewinne werden nicht zusammengerechnet.
Steuerfreie Gewinne bei bewilligten Schweizer Wettplattformen
Bei einer bewilligten Schweizer Wettplattform hängt die steuerliche Behandlung eines Gewinns davon ab, welches Angebot zugrunde liegt und welcher Freibetrag dafür gilt. Für Gewinne aus lizenzierten Wettplattformen gilt grundsätzlich: Bis zu einem Freibetrag von einer Million Franken bleibt der Gewinn steuerfrei. Erst der Betrag, der diesen Wert übersteigt, wird besteuert. Der Freibetrag bezieht sich auf den einzelnen Gewinn; die Behandlung richtet sich also nicht danach, wie viel du insgesamt mit verschiedenen Wetten erzielt hast.
Für Angebote von Sporttip und Jouez Sport gilt ein Freibetrag von CHF 1’070’400. Dieser Wert ist nicht als allgemeine Grenze für sämtliche Schweizer Wettplattformen zu verstehen. Welche Regel für einen konkreten Gewinn gilt, richtet sich nach dem betreffenden Angebot und dessen aktuell geltenden Bedingungen. Prüfe deshalb vor der Teilnahme, welche steuerliche Einordnung für genau dieses Angebot angegeben ist. So vermeidest du, eine Angabe zu einem Anbieter ungeprüft auf einen anderen zu übertragen.
Die Bezeichnung „Schweizer Wettplattform“ allein reicht nicht aus, um den anwendbaren Freibetrag festzustellen. Massgeblich ist, dass es sich um ein bewilligtes Angebot handelt und welcher Freibetrag dafür vorgesehen ist. Die Einordnung des Anbieters und die konkrete Höhe der Schwelle gehören zusammen: Der eine Wert gilt nicht automatisch für jede Plattform, nur weil sie ihren Geschäftssitz in der Schweiz hat. Auch ein ähnlicher Name oder ein vergleichbares Wettangebot belegt nicht, dass dieselben Bedingungen gelten.
Für die Berechnung wird der Gewinn mit dem Freibetrag verglichen, der für das jeweilige Angebot massgebend ist. Liegt der Gewinn darunter, fällt er in den steuerfreien Bereich. Übersteigt er die Schwelle, wird nur der übersteigende Teil besteuert. Der gesamte Gewinn wird also nicht allein deshalb steuerpflichtig, weil der Freibetrag überschritten wurde. Bei einer Plattform mit einem Freibetrag von einer Million Franken ist diese Grenze der Bezugspunkt; bei einem Angebot, für das CHF 1’070’400 gilt, ist entsprechend dieser Betrag massgeblich.
Achte darauf, den Freibetrag nicht mit dem Einsatz oder dem Kontostand gleichzusetzen. Für die steuerliche Beurteilung zählt der Gewinn aus der Teilnahme am konkreten Angebot. Ein Guthaben, das sich aus mehreren Ein- und Auszahlungen zusammensetzt, beschreibt nicht automatisch die Höhe eines einzelnen Gewinns. Ebenso folgt aus einer hohen Auszahlung allein nicht, dass der ganze ausgezahlte Betrag steuerpflichtig wäre. Entscheidend bleibt, welcher Gewinn entstanden ist und welcher Freibetrag auf dieses Angebot anzuwenden ist.
Die Bedingungen können sich zwischen Anbietern unterscheiden. Deshalb solltest du die Angaben nicht aus einer fremden Plattform oder einem früher genutzten Wettkonto übernehmen. Lies die aktuell geltenden Bedingungen des konkreten Angebots, insbesondere wenn sich Anbieter, Plattform oder Teilnahmebedingungen geändert haben. Bei Sporttip und Jouez Sport ist der genannte Freibetrag von CHF 1’070’400 der jeweiligen Anbieterangabe zuzuordnen; er lässt sich nicht ohne Weiteres auf andere Plattformen übertragen. Umgekehrt sollte die allgemeine Grenze von einer Million Franken nicht als Ersatz für eine ausdrücklich abweichende Angabe zu einem bestimmten Angebot behandelt werden.
Auch die Herkunft des Angebots ist für die Einordnung relevant. Die hier beschriebenen Freibeträge betreffen bewilligte Schweizer Wettplattformen. Ein Anbieter mit Geschäftssitz in der Schweiz ist dabei nicht mit einem ausländischen Anbieter gleichzusetzen; für ausländische Angebote gelten gesonderte steuerliche Regeln. Wer einen Gewinn beurteilt, sollte daher zuerst feststellen, welchem Anbieter und welchem bewilligten Angebot die Wette zuzuordnen ist, bevor der Freibetrag herangezogen wird.
Für dich bedeutet das praktisch: Bestimme den konkreten Anbieter, ordne die Wette dem betreffenden Angebot zu und entnimm den anwendbaren Freibetrag den dafür geltenden Bedingungen. Bei lizenzierten Schweizer Wettplattformen bleibt ein Gewinn innerhalb der einschlägigen Grenze steuerfrei; nur der Teil darüber wird besteuert. Die Grenze von CHF 1’070’400 ist dabei für die genannten Angebote zu betrachten und nicht als einheitlicher Freibetrag aller Schweizer Plattformen.
Sportwettengewinne 2026 richtig deklarieren
Ein Gewinn aus einem Schweizer Onlinespiel gehört in die Steuererklärung, auch wenn er ganz oder teilweise steuerfrei ist. Für die Deklaration ist entscheidend, dass du ihn als Lotterie- und Spielgewinn erfasst. Das gilt für Onlinespiele, die nach dem Geldspielgesetz bewilligt oder konzessioniert sind. Ein Sportwettgewinn wird dadurch nicht zu einem gewöhnlichen Lohn- oder Geschäftseinkommen.
Den Gewinn richtig zuordnen
Trage Schweizer Onlinespielgewinne vollständig als Lotterie- und Spielgewinne ein. Die Steuerbefreiung ist kein Grund, den Betrag wegzulassen oder nur den Teil anzugeben, den du für steuerpflichtig hältst. Bei der Veranlagung werden die geltenden Freibeträge automatisch berücksichtigt. Du musst deshalb nicht selbst einen steuerpflichtigen Anteil ausrechnen und statt des gesamten Gewinns bloss diesen Teil melden.
Achte darauf, dass die Kategorie zur Art des Gewinns passt. Bei einem bewilligten Schweizer Onlineangebot ist die vorgesehene Einordnung diejenige für Lotterie- und Spielgewinne. Eine Buchung oder Auszahlung auf dein Bankkonto ändert die Art des Einkommens nicht. Ebenso wenig macht es den Gewinn zu einem anderen Einkommen, wenn du den Betrag später für private Ausgaben verwendest.
Angaben in der Steuererklärung
Die Steuererklärung verlangt je nach Kanton und Formular möglicherweise unterschiedliche Eingabefelder. Massgeblich bleibt, dass der Gewinn als Lotterie- und Spielgewinn erfasst wird und der deklarierte Betrag nachvollziehbar ist. Bewahre deshalb die Abrechnung des Anbieters sowie die Angaben zur Auszahlung auf. Diese Unterlagen helfen dir, den gemeldeten Betrag bei Bedarf zu belegen; sie ersetzen aber nicht die Deklaration.
Falls du mehrere Angaben oder Belege zu einem Gewinn erhältst, prüfe, dass du denselben Gewinn nicht doppelt einträgst. Übernimm die Beträge anhand der Abrechnungen und halte fest, auf welchen Anbieter und welche Auszahlung sie sich beziehen. So kannst du deine Einträge auch später noch zuordnen, ohne im Formular unterschiedliche Einkommensarten daraus zu machen.
Gewinn richtig deklarieren
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1
Gewinn erfassen
Den gesamten Betrag des Schweizer Onlinespielgewinns als Lotterie- und Spielgewinn in der Steuererklärung eintragen.
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2
Belege sammeln
Die Abrechnung des Anbieters und die Auszahlungsbelege zur Dokumentation aufbewahren.
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3
Veranlagung abwarten
Den vollständigen Betrag angeben und die automatische Berücksichtigung der Freibeträge durch die Steuerbehörde abwarten.
Für die Eintragung gilt: Den Gewinn als solchen erfassen und die steuerliche Entlastung der Veranlagung überlassen. Verwechsle die vollständige Deklaration nicht mit einer vollständigen Besteuerung. Die Meldung sorgt dafür, dass die Steuerbehörde den Gewinn korrekt einordnen kann; die Berücksichtigung des Freibetrags erfolgt anschliessend bei der Veranlagung.
Alte Regeln nicht auf 2026 übertragen
Bei Lotteriegewinnen galten für frühere Steuerperioden andere Regeln. Bis und mit 2018 waren einzelne Gewinne bis zu CHF 1’000 steuerfrei; höhere Lotteriegewinne wurden ordentlich veranlagt und mit den übrigen Einkünften besteuert. Diese historische Behandlung ist keine Anleitung für die Steuererklärung 2026. Übernimm daher nicht automatisch eine Vorgehensweise aus einer alten Erklärung oder aus Unterlagen zu früheren Jahren.
Für die aktuelle Erklärung zählt die Einordnung nach den heute geltenden Regeln für Schweizer Onlinespiele mit Bewilligung oder Konzession. Deklariere den Gewinn vollständig als Lotterie- und Spielgewinn. Die Freibeträge werden bei der Veranlagung automatisch abgezogen. So bleibt die Angabe vollständig, während die steuerliche Behandlung im zuständigen Schritt erfolgt.
Wettgewinne bei ausländischen Anbietern
Gewinne aus Geldspielen bei Anbietern mit Sitz im Ausland werden steuerlich anders behandelt als Gewinne aus bewilligten Schweizer Angeboten. Für ausländische Onlinespiele gibt es keinen Freibetrag: Der Gewinn ist steuerbar und muss vollständig angegeben werden. Die Teilnahme über das Internet ändert daran nichts.
Auch der Ort, an dem du gespielt hast, hebt die Steuerpflicht nicht auf. Hast du im Ausland an einem Geldspiel teilgenommen und dort einen Gewinn erzielt, ist dieser in der Schweiz vollumfänglich zu versteuern. Entscheidend ist also nicht allein, ob der Spielschein oder die Wette ausserhalb der Schweiz abgegeben wurde. Ein ausländischer Spielort macht den Gewinn nicht steuerfrei.
Für Online-Sportwetten kommt hinzu, dass ausländische Anbieter ihre Dienste in der Schweiz nicht anbieten dürfen. Eine Webseite, die aus der Schweiz erreichbar ist, ist deshalb nicht automatisch ein bewilligtes Schweizer Angebot. Auch die Möglichkeit, ein Konto zu eröffnen oder eine Wette abzugeben, sagt nichts darüber aus, ob der Anbieter in der Schweiz zugelassen ist. Steuerlich darfst du einen Gewinn aus einem ausländischen Onlinespiel nicht wie einen steuerfreien Gewinn eines bewilligten Schweizer Angebots behandeln.
Die vollständige Steuerpflicht betrifft den Gewinn aus dem ausländischen Geldspiel. Ein Freibetrag, der bei bestimmten bewilligten Schweizer Angeboten zur Anwendung kommen kann, lässt sich darauf nicht übertragen. Das gilt auch, wenn die Teilnahme an einem ausländischen Onlinespiel von der Schweiz aus erfolgt ist. Ebenso wenig wird ein Gewinn allein dadurch steuerfrei, dass du die Wette während eines Aufenthalts im Ausland platziert hast.
Bei der Beurteilung solltest du daher Anbieter und Spielort auseinanderhalten. Ein ausländischer Anbieter bleibt ein ausländischer Anbieter, auch wenn du sein Angebot von der Schweiz aus nutzt. Umgekehrt macht ein Aufenthalt im Ausland die dort erzielten Spielgewinne nicht von der Schweizer Besteuerung frei. Für beide Fälle gilt: Gewinne bei ausländischen Anbietern sowie im Ausland erzielte Geldspielgewinne sind vollständig zu versteuern.
Bewahre Angaben zum Gewinn und zur Teilnahme so auf, dass du sie für deine Steuerunterlagen nachvollziehen kannst. Bei ausländischen Onlinespielen ist eine teilweise Deklaration wegen eines vermeintlichen Freibetrags nicht korrekt. Die steuerliche Behandlung richtet sich nicht danach, ob du den Anbieter bequem online erreichst oder ob die Teilnahme ausserhalb der Schweiz stattgefunden hat.
Welche Spieleinsätze vom Gewinn abgezogen werden können
Bei steuerpflichtigen Geldspielgewinnen können bestimmte Einsatzkosten den steuerbaren Betrag mindern. Welche Regel gilt, hängt von der Art des Spiels ab. Für einzelne steuerpflichtige Einkünfte aus Geldspielen ist ein Abzug von fünf Prozent der Bruttoerlöse vorgesehen. Pro Gewinn ist dieser Abzug auf CHF 5’000 begrenzt. Es handelt sich also nicht um einen unbegrenzten Abzug sämtlicher Einsätze, die du im Zusammenhang mit dem Spiel getätigt hast.
Die Berechnung knüpft an den Bruttoerlös des jeweiligen Gewinns an. Der prozentuale Abzug wird auf dieser Grundlage ermittelt; liegt das Ergebnis über dem Höchstbetrag, bleibt es bei CHF 5’000. Die Begrenzung gilt pro Gewinn. Deshalb ist es wichtig, einzelne Gewinne und ihre zugehörigen Erlöse auseinanderzuhalten, statt sämtliche Einnahmen und Einsätze pauschal miteinander zu verrechnen. Für die steuerliche Berechnung zählt, welche Abzugsmöglichkeit auf die konkrete Gewinnart anwendbar ist.
Für Gewinne aus Online-Spielbankenspielen gilt eine besondere Regel. Abziehbar sind die Spieleinsätze, die im betreffenden Steuerjahr vom Online-Spielerkonto abgebucht wurden. Der Abzug ist auf CHF 26’400 begrenzt. Massgebend sind damit die im Steuerjahr tatsächlich abgebuchten Einsätze; nicht der Kontostand und auch nicht allein die Höhe des Gewinns. Liegen die berücksichtigungsfähigen Abbuchungen über dem Höchstbetrag, kann nur der Betrag bis zu dieser Grenze angesetzt werden.
Bei Online-Spielen auf den Portalen Schweizer Casinos beziehungsweise Spielbanken werden die im Steuerjahr vom Online-Spielerkonto abgebuchten Spieleinsätze ebenfalls berücksichtigt. Dabei gelten die für diese Spiele vorgesehenen Höchstbeträge. Die Regel bezieht sich auf Abbuchungen vom Spielerkonto innerhalb der Steuerperiode. Sie erlaubt nicht, beliebige frühere Einsätze oder sämtliche Einzahlungen auf das Konto als Kosten anzurechnen.
Für dich bedeutet das: Ordne jeden Gewinn zunächst der passenden Spielart zu und prüfe danach, welche Einsatzkostenregel dafür gilt. Bei der allgemeinen Regel geht es um einen prozentualen Abzug vom Bruttoerlös mit einer Obergrenze pro Gewinn. Bei den genannten Online-Spielbankenspielen stehen dagegen die im Steuerjahr abgebuchten Einsätze und der dafür geltende Höchstbetrag im Mittelpunkt. Diese Berechnungen betreffen steuerpflichtige Einkünfte; sie verändern nicht die grundsätzliche Einordnung eines Gewinns.
Wenn du mehrere Spielarten nutzt, solltest du die Abzüge nicht in einer einzigen Gesamtsumme zusammenfassen. Die jeweilige Berechnungsgrundlage und Begrenzung können unterschiedlich sein. Eine getrennte Übersicht über Gewinne und Kontobewegungen hilft dir, den passenden Abzug nachvollziehbar zuzuordnen und die geltenden Höchstbeträge einzuhalten.
Auch steuerfreie Wettgewinne gehören in die Steuererklärung
Ein Gewinn kann steuerfrei sein und trotzdem in der Steuererklärung erscheinen müssen. Die Steuerfreiheit betrifft die steuerliche Behandlung des Betrags; sie bedeutet nicht, dass du den Gewinn einfach weglassen kannst. Das gilt auch für Gewinne aus Sportwetten, sofern sie als Lotterie-, Glücks- oder Geschicklichkeitsspielgewinne einzuordnen sind.
Erfasst werden müssen Gewinne aus Lotterien, Glücksspielen und Geschicklichkeitsspielen – unabhängig davon, ob sie später besteuert werden. Auch steuerfreie Geldspielgewinne gehören deshalb in die Erklärung. So bleibt die Angabe des Gewinns von der Frage getrennt, ob darauf tatsächlich eine Steuer anfällt.
Wo du den Gewinn angibst
Für solche Gewinne ist in der Steuererklärung das Wertschriftenverzeichnis vorgesehen. Dort werden die Gewinne aus Lotterien, Glücks- und Geschicklichkeitsspielen aufgeführt. Steuerfreie Beträge kannst du als steuerfreie Geldspielgewinne unter «nicht steuerbare Einkünfte» deklarieren. Folge dabei den entsprechenden Bezeichnungen in deiner Steuererklärung: Je nach Formular können die Felder anders angeordnet sein, die Einordnung als steuerfreier Geldspielgewinn bleibt aber entscheidend.
Lass dich nicht allein von der Bezeichnung «nicht steuerbar» dazu verleiten, die Angabe auszulassen. Das Feld dient gerade dazu, Einkünfte zu erfassen, die nicht besteuert werden. Eine Deklaration ist somit nicht dasselbe wie eine Anerkennung von Steuerpflicht.
Vollständige Angaben statt Auswahl
Gib alle einschlägigen Lotterie- und Glücksspielgewinne an, nicht nur jene, bei denen du eine Steuerzahlung erwartest. Das schliesst steuerfreie Wettgewinne ein. Eine Auswahl nach Höhe oder danach, ob ein Gewinn bereits ausgezahlt wurde, ist nicht die vorgesehene Vorgehensweise. Massgeblich ist, dass es sich um einen Gewinn aus einem Lotterie-, Glücksspiel- oder Geschicklichkeitsspiel handelt.
Achte beim Ausfüllen darauf, dass du den Gewinn nicht mit deinem übrigen Einkommen vermischst, sondern der dafür vorgesehenen Kategorie zuordnest. Die Steuererklärung soll den Geldspielgewinn als solchen erkennen lassen; die Einordnung als steuerfrei wird über die entsprechende Rubrik kenntlich gemacht. Dadurch wird vermieden, dass ein steuerfreier Betrag als gewöhnliches Einkommen behandelt oder versehentlich gar nicht erfasst wird.
Wenn du mehrere Angaben in diesem Bereich machst, prüfe, dass keine davon fehlt und dass die steuerfreien Geldspielgewinne ebenfalls aufgeführt sind. Entscheidend ist nicht, ob der Gewinn am Ende zu einer Steuer führt, sondern dass er in der Erklärung an der passenden Stelle erscheint.
Was bei Gewinnen oberhalb des Freibetrags gilt
Bei einem Grossspiel wie einer Sportwette bleibt ein Gewinn bis zu einer Million Schweizer Franken von der Verrechnungssteuer ausgenommen. Wird diese Grenze überschritten, betrifft die Besteuerung den Anteil oberhalb des Freibetrags. Der gesamte Gewinn wird also nicht allein deshalb steuerpflichtig, weil er die Schwelle übersteigt.
Für die Berechnung ist die Höhe des einzelnen Gewinns massgeblich: Zuerst wird der Freibetrag berücksichtigt, danach kommt der darüberliegende Teil in Betracht. Gewinne aus Grossspielen unterliegen der Verrechnungssteuer erst, wenn die Millionengrenze überschritten ist. Die Steuerbelastung bezieht sich auf den steuerpflichtigen Anteil, nicht auf den Teil, der innerhalb des Freibetrags liegt.
Wie hoch die Veranlagung für einen Gewinn knapp oberhalb der Grenze ausfällt, kann vom Kanton abhängen. Die Besteuerung des übersteigenden Gewinnanteils ist anteilig; der konkrete Betrag ist damit nicht allein aus der Schwelle abzulesen. Für deine Einschätzung solltest du deshalb den kantonalen Steuerkontext berücksichtigen und nicht pauschal den gesamten Wettgewinn als steuerpflichtig ansetzen.
Auch die Verrechnungssteuer ist an das Überschreiten des Freibetrags geknüpft. Sie wird bei Grossspielgewinnen nicht bereits auf den ersten Teil des Gewinns erhoben. Erst wenn die Schwelle überschritten ist, wird der darüberliegende Anteil relevant. Bei einem Gewinn unterhalb der Grenze fällt diese Verrechnungssteuer auf den Grossspielgewinn nicht an.
Die Einordnung als Grossspiel ist dabei zentral. Die Regel zur Millionengrenze gilt für Gewinne aus Grossspielen, zu denen auch Sportwetten zählen können. Aus dieser Grenze folgt keine pauschale Aussage über jede Art von Spiel oder jedes Angebot. Massgeblich bleibt, wie der konkrete Gewinn steuerlich eingeordnet wird und welche Regel für diesen Fall gilt.
Wer eine Auszahlung über der Millionengrenze erhält, sollte daher zwischen dem Gesamtbetrag und dem steuerpflichtigen Anteil unterscheiden. Die Schwelle markiert den Beginn der Besteuerung des übersteigenden Teils; sie bedeutet nicht, dass der ganze Gewinn nachträglich steuerpflichtig wird. Auch die Verrechnungssteuer setzt bei Grossspielgewinnen erst dann ein, wenn der Freibetrag überschritten ist.
Wettanbieter & Zahlungen: Methoden im Vergleich
Inhalt erstellt vom Team «onlinewettentippsch.com»


